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"Stiftungsrecht": Die neusten Beiträge in unserem Blog

Unselbstständige Stiftung in Form einer Schenkung unter Auflagen nicht kündbar

- Stefan Winheller

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Unselbstständige Stiftung unterliegt als Familienstiftung der Ersatzerbschaftssteuer

- Dr. Astrid Plantiko

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Eigeninteresse des Stifters gemeinnützigkeitsschädlich

- Dr. Astrid Plantiko

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Auch für Stiftungen gilt die Gründungstheorie

- Dr. Astrid Plantiko

Auch für Stiftungen gilt die Gründungstheorie

Gesamtkommentar Gemeinnützigkeitsrecht

Kommentar Gemeinnützigkeitsrecht inkl. Familienstiftung

Neuerscheinung: Erster Kommentar zum gesamten Gemeinnützigkeitsrecht, herausgegeben von Stefan Winheller (u.a.)

Familienstiftung

Im Interesse der Familie errichtet: die Familienstiftung

Familienstiftung

Während die meisten deutschen Stiftungen gemeinnützig sind und entweder selbst operativ tätig sind oder aber Förderprojekte betreiben, verfolgt eine Minderheit von Stiftungen nicht gemeinnützige, sondern privatnützige Zwecke. Die wichtigste Spielart dieser privaten Stiftungen ist die Familienstiftung. Sie ist dazu bestimmt, im Wesentlichen den Interessen einer oder mehrerer Familien zu dienen. Bei Familienstiftungen handelt es sich also um Stiftungen, deren Begünstigte (die sog. Destinatäre) in einem familiären Zusammenhang mit dem Stifter stehen. Ca. 5 Prozent aller deutschen Stiftungsgründungen betreffen private Familienstiftungen. Vermögende Privatpersonen und Unternehmer schätzen vor allem die steuerlichen Vorteile und die Flexibilität von Familienstiftungen: Mit Familienstiftungen lassen sich maßgeschneiderte Vermögensnachfolgekonzepte entwerfen und das Vermögen wirksam schützen (sog. „asset protection“).  

Unternehmensnachfolge mit Unternehmensstiftungen

Die Gründung einer Familienstiftung ist häufig eingebettet in eine umfassende Nachfolgelösung: Vermögensnachfolgen – sowohl im Bereich der privaten Vermögensnachfolge als auch im Unternehmensbereich – lassen sich meist ideal mit Hilfe einer Stiftungsgründung umsetzen. Als Vehikel der Unternehmensnachfolge dienen Familienstiftungen dazu, das Unternehmen des Stifters fortzuführen oder aber – häufiger – die Anteile am Unternehmen zu halten. In diesen Fällen spricht man auch von einer Unternehmensstiftung. Gleichzeitig sind die Familienangehörigen des Unternehmers, bspw. durch regelmäßige Ausschüttungen, versorgt. So bleibt das Unternehmen auch über den Tod des Stifters erhalten und die Destinatäre sind gleichwohl finanziell abgesichert.

Nicht selten werden bei derlei Unternehmensnachfolgen auch gleich mehrere Stiftungen gegründet, z.B. jeweils eine Familienstiftung / Unternehmensstiftung pro Destinatär (z.B. eine Stiftung pro Kind). Zur Vermeidung unnötigen administrativen Mehraufwands können die Gremien der verschiedenen Stiftungen auch durchaus gleich personenidentisch besetzt werden. Ein und derselbe Stiftungsvorstand kann also z.B. mehreren Stiftungen vorstehen.

Daneben sind Doppelstiftungsmodelle denkbar, in denen sich zur Familienstiftung eine oder mehrere gemeinnützige Stiftungen gesellen, um so weitere steuerliche Vorteile zu erzielen (z.B. im Bereich der Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer). Welche gemeinnützigen Zwecke diese fördern sollen, steht dabei im Belieben des Stifters. Häufig wählt der Stifter Zwecke wie die Förderung von Forschung und Wissenschaft (z.B. der Betrieb oder die Förderung eines Forschungsinstituts), die Förderung von Kunst und Kultur (z.B. Förderprojekte für ein bestimmtes Museum) oder auch soziale Zwecke.

Nachfolgelösungen für Privatvermögen mittels Familienstiftungen

Auch die private Vermögensnachfolge auf die nächsten Generationen, also die Übergabe von Vermögenswerten, die keine maßgebliche Beteiligung an einem Unternehmen betreffen (Aktien, Fonds, sonstige Depotwerte, Bargeld, Immobilienvermögen etc.), lässt sich mit Familienstiftungslösungen bewerkstelligen. Familienstiftungen sind auch in diesen privaten Fällen attraktiv, weil sie die Gewähr dafür bieten, dass das Vermögen im Erbfall (z.B. der Immobilienfamilienbesitz) nicht zersplittert, sondern langfristig als Einheit in der Familienstiftung erhalten bleibt. Zudem können sich steuerliche Vorteile ergeben. 

Privates Immobilienvermögen und Familienstiftungen

Geradezu ideal bieten sich Familienstiftungslösungen für Eigentümer von Immobilienvermögen an. Dies gilt vor allem für Immobilien, die der Steuerpflichtige nach einer 10-jährigen Behaltenszeit steuerfrei veräußern kann. In diesen Fällen ist es z.B. möglich, das Immobilienvermögen an eine Familienstiftung (steuerfrei) zu verkaufen. Der Stifter steigert dadurch seine Liquidität, die er z.B. für Anlagen zu seiner Altersvorsorge einsetzen kann. Die Stiftung wiederum kann meist von höheren Abschreibungen profitieren und zahlt grundsätzlich nur 15,825% Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag auf die vereinnahmten Mieten. Beim Stifter wären die Mieteinnahmen hingegen weiterhin mit dem individuellen Einkommensteuersatz, häufig mit dem Spitzensteuersatz bzw. der „Reichensteuer“ zzgl. Solidaritätszuschlag (also mit bis zu 47,475%), zu besteuern. 

Steuerliche Besonderheiten der Familienstiftung

Familienstiftungen unterliegen, wie andere Körperschaften auch, der Körperschaftsteuer. Gewerbesteuer (idR weitere ca. 15%) fällt hingegen – anders z.B. als bei einer GmbH – nicht automatisch, sondern nur dann an, wenn die Familienstiftung auch tatsächlich ein Gewerbe betreibt. Verwaltet die Familienstiftung stattdessen nur Vermögen, bleibt es bei einer finalen Steuerbelastung auf Ebene der Familienstiftung von lediglich 15,825% (Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag). Im Vergleich zu anderen Rechtsformen ist dieser Steuersatz äußerst attraktiv.

Auch im Hinblick auf die Übertragung von Vermögen auf eine Familienstiftung kann der Stifter von umfassenden steuerlichen Vergünstigungen, z.B. für betriebliches Vermögen, und von gewissen Freibeträgen profitieren. Auch insoweit ist eine sorgfältige Gestaltung des Vertragswerkes aber wichtig: Sofern der Stifter z.B. bereits im Stiftungsgeschäft die Verpflichtung übernimmt, zu einem späteren Zeitpunkt weiteres Vermögen auf die Familienstiftung zu übertragen, kann dieses Vermögen ebenfalls an den schenkungs- und erbschaftsteuerlichen Freibeträgen teilhaben.

Die Familienstiftung unterliegt allerdings auch einer Steuer, die es für andere Rechtsformen nicht gibt: die Erbersatzsteuer. Alle 30 Jahre fingiert diese einen Erbfall in Bezug auf das Stiftungsvermögen. Durch kluge steuerliche Gestaltungen lässt sich die Belastung allerdings meist auf ein vertretbares Maß reduzieren oder ganz ausschließen. 

Die Familienstiftung - zusammengefasst im Video

Familienstiftung gründen

Sie sehen: Wenn Sie sich für die Errichtung einer Familienstiftung interessieren, sind Schnellschüsse nicht angebracht. Voraussetzung für eine rechtssichere und steuerlich optimierte Nachfolgelösung ist stets, dass der Stifter und sein Berater ausreichend Sorgfalt darauf verwenden, die individuelle familiäre Situation des Stifters und sein Gesamtvermögen in den Blick zu nehmen, und sodann ein auf den Stifter zugeschnittenes steuerliches und rechtliches Konzept samt Satzung und Stiftungsgeschäft entwerfen.

Eine ähnliche Sorgfalt ist übrigens auch für die Gründung einer der zahlreichen sonstigen Stiftungsarten vonnöten, die das deutsche Stiftungsrecht kennt (Unternehmensstiftung, gemeinnützige Stiftung, Stiftung des Öffentlichen Rechts etc.). Gleich, welche Art von Stiftung Sie gründen möchten: Wir nehmen uns die Zeit, um Sie, Ihre Ziele und Wünsche und alle sonstigen Umstände, die Sie zur Gründung einer Stiftung veranlassen, kennenzulernen. Nur so können wir Ihnen die richtigen Hinweise und Empfehlungen geben, um Ihr Gründungsvorhaben sodann souverän von A bis Z für Sie umzusetzen. Verlassen Sie sich auf unsere umfassende Expertise im Stiftungsrecht und in der Gründung von Stiftungen. 

Stiftungsrecht: Stefan Winheller im Interview

Stiftungs-Diskussion im Radio:

Fachanwalt Stefan Winheller im Interview bei detektor.fm
(Thema u.a.: Erhaltung des Stiftungsvermögens)

Ihr Anwalt für die Familienstiftung

Gründung einer Familienstiftung

Sie haben Fragen zum Thema Familienstiftung, zur Gründung einer Familienstiftung oder zur Gründung einer Stiftung allgemein? Sie möchten eine Familienstiftung zum Zwecke des Vermögensschutzes (asset protection) errichten, zur Steigerung Ihrer Liquidität, aus steuerlichen Gründen oder um Ihr Vermögen in seiner Gesamtheit und strukturiert auf die nachfolgenden Generationen zu übergeben? Sie haben als Stiftungsvorstand dringende Fragen? Ihre kompetenten Ansprechpartner bei uns sind Rechtsanwalt Stefan Winheller und Rechtsanwältin Dr. Astrid Plantiko. Melden Sie sich jederzeit. Gerne sind wir für Sie da! Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80).

Aktuelles

Referenzen

1487932458 >

Beratung einer vermögenden Karlsruher Familie bei der Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung im Bereich Kunst und Kultur. 

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Beratung der hessischen Landesstiftung.

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Beratung des Bundesministeriums bei der Errichtung von Vereinen sowie einer öffentlich-rechtlichen Stiftung.

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Rechtliche Beratung der Ilse-Holzapfel-Stiftung des bekannten Dramatikers Rolf Hochhuth, die das "Theater am Schifferbauerdamm" in Berlin betreibt.

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1487932458 >

Beratung und rechtliche Begleitung einer kirchlichen Anstaltsstiftung des öffentlichen Rechts zu Satzungsänderungen.

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1487932458 >

Beratung der gemeinnützigen Stiftung: Satzungsneufassung im Zuge der Einbringung einer Beteiligung an einer GmbH in die Stiftung.

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1487932458 >

Gründung der gemeinnützigen Stiftung für Kunst und Literatur für den bekannten Dramatiker Rolf Hochhuth.

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Errichtung einer Treuhandstiftung, die einem regionalen Sportverein die Modernisierung des Stadions ermöglichen soll.

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Gutachterliche Unterstützung einer komplexen Ausgliederung eines Instituts aus einer Stiftung.

1487932458 >

Beratung eines bekannten Musikers bei der Errichtung einer Stiftung.

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Beratung des kommunalen Unternehmens zu Fragen des Gemeinnützigkeitsrechts und Stiftungsrechts.

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Prüfung der Zulässigkeit der Annahme von Zustiftungen in Form von belastetem Immobilienvermögen.

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Rechtliche Beratung des bekannten Dramatikers und Schriftstellers ("Der Stellvertreter"). 

Veranstaltungen

1487932458 > 1488495600

Rechtsanwältin Dr. Astrid Plantiko informiert über aktuelle Brennpunkte im Gemeinnützigkeitsrecht.

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1487932458 > 1490310000

Rechtsanwalt Stefan Winheller vermittelt Grundkenntnisse im Gemeinnützigkeitsrecht.

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Rechtsanwalt Dr. Lothar Jansen bringt Grundkenntnisse des Gemeinnützigkeitsrechts näher.

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Rechtsanwältin Anka Hakert informiert umfassend über das Gemeinnützigkeitsrecht.

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