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Bilanzierung von Kryptowährungen

Bilanz für Kryptowährungen wie Bitcoin

Unternehmer, die Geld durch den (Arbitrage-)Handel mit Kryptowährungen erzielen möchten oder Kapital über einen Initial Coin Offering (ICO) einsammeln wollen, müssen nicht nur ein gutes Gespür für den Kryptowährungsmarkt haben und eine hohe technische Expertise vorweisen. Sie stehen auch vor einem zunächst unscheinbar anmutendem Problem: der Bilanzierung.

Welche Probleme gibt es bei der Bilanzierung von Bitcoin und Co.?

Die vier größten Probleme bei der Bilanzierung von Kryptowährungen lauten wie folgt:

  1. Buchung „Krypto an Krypto“ ist nicht so einfach möglich
  2. Tausende Transaktionen müssen erfasst und mit Belegen unterlegt werden
  3. Gebühren sind bei jedweder Transaktion zu erfassen und zu bewerten
  4. ICOs, Masternodes und Staking sind entsprechend ihrer steuerlichen Besonderheiten zu erfassen

Buchhaltungssoftware kann keine Kryptotransaktionen darstellen

Ein gewerblich tätiges Unternehmen muss grundsätzlich alle Geschäftsvorfälle in seiner Buchhaltung erfassen. Hierzu gehört auch der Handel mit Kryptowährungen oder die Ausgabe eigener Tokens zur Kapitalaufnahme. Diese Vorgänge geschehen aber oftmals nicht gegen staatliche Währung (Fiat), sondern werden „Krypto-zu-Krypto“ vollzogen, das heißt, eine Kryptowährung wird gegen eine andere getauscht. Eine Fiatwährung wird hier nicht angesprochen.

Standard-Buchhaltungsprogramme benötigen aber Fiatwährung, um einen Buchungssatz bilden zu können. So funktioniert zwar der Buchungsvorgang „Bitcoin 10.000 € an Bank 10.000 €“. Nicht darstellbar ist in gewöhnlicher Buchhaltungssoftware hingegen ein Buchungsvorgang wie „Bitcoin 1 an Ethereum 20“, wenn man einen Bitcoin in 20 Ether getauscht hat.

Wert der Tokens immer in Euro angeben

Damit dieser Vorgang in der Buchhaltung erfasst werden kann, müssen die ausgetauschten Tokens also in ihren Eurowert  umgerechnet werden. Gleichzeitig muss der Bestand an Kryptowährungen, die das Unternehmen hält, aktualisiert werden. Dies gilt auch dann, wenn Kryptowährungen nur von einer Wallet des Unternehmens auf eine andere unternehmenseigene Wallet oder von bzw. auf eine Kryptowährungsbörse umgebucht werden.

Zur korrekten Ermittlung des Veräußerungsgewinns ist es notwendig, solche internen Bewegungen präzise nachzuverfolgen. Da gerade im Arbitragehandel teilweise tausende oder gar zehntausende Transaktionen pro Monat anfallen, muss die Buchhaltungssoftware zudem in der Lage sein, eine so große Anzahl an Vorgängen möglichst automatisiert zu verarbeiten.

Bilanzierung von Kryptowährungen erfordert individuelle Lösungen

Problematisch bei der Umrechnung von Kryptowährungen in Euro ist zudem, dass die kleinste Einheit, die in der Buchhaltung abgebildet werden kann, 0,01 Euro ist. Kryptowährungen können jedoch in wesentlich kleineren Einheiten gehandelt werden. Dies betrifft insbesondere die Börsen- und Netzwerkgebühren, die bei nahezu jeder Transaktion anfallen. Auch diese müssen in der Buchhaltung dokumentiert werden.

Verkompliziert wird dies alles noch dadurch, dass bei vielen Börsen und insbesondere beim internen Transfer von Kryptowährungen kein Beleg über die Transaktion ausgestellt wird. Es gilt jedoch das Prinzip „keine Buchung ohne Beleg“, so dass Unternehmen entsprechende Eigenbelege erstellen müssen.

Bilanzierung bei ICOs

Auch Unternehmen, welche die Blockchain zur Kapitalaufnahme mittels eines ICOs verwenden möchten, müssen sich von Anfang an Gedanken über die korrekte Bilanzierung machen. Hier kommt hinzu, dass nicht nur die selbst erstellte Kryptowährung dargestellt werden muss. Auch das hierfür erhaltene Geld bzw. die erhaltenen Kryptowährungen müssen je nach Ausgestaltung des ICOs korrekt als Einnahme oder als Eigen- oder Fremdkapital verbucht werden.

WINHELLER unterstützt Unternehmen bei der Bilanzierung

Auch bei der Bilanzierung von Kryptowährungen, die im Rahmen von Mining, Staking oder dem Betrieb von Masternodes erwirtschaftet werden, sind besondere Regeln zu beachten.

Es wird klar, dass die Bilanzierung von Kryptowährungen mit den Bordmitteln standardisierter Buchhaltungssoftware kaum oder gar nicht zu leisten ist. Es bedarf daher der richtigen Expertise, um die Buchhaltung gesetzeskonform zu erledigen und spätere Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden. Unser Kryptoteam bei WINHELLER steht Ihnen dafür gern zur Verfügung.

Ihre Experten für die Bilanzierung von Kryptowährungen

Bilanzierung von Kryptowährungen mit WINHELLER

Wir beraten Ihr Unternehmen dabei, wie Sie Kryptowährungen korrekt bilanzieren und im Jahresabschluss darstellen können. Ihre Ansprechpartner sind Rechtsanwalt Benjamin Kirschbaum und Steuerberater Jürgen Schwendemann. Sie erreichen uns unter 069 / 76 75 77 80 oder per E-Mail an info@winheller.com.

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