Geldwäsche-Compliance und Strafverteidigung bei Vorwürfen der Geldwäsche

Warum Geldwäsche-Compliance?

In den letzten Jahren haben die Anforderungen an Unternehmen und Kreditinstitute in Sachen Verhinderung von Geldwäsche stetig zugenommen. Auf nationaler und internationaler Ebene werden Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und organisierte Kriminalität verstärkt bekämpft. 

Dabei wurden unter anderem umfangreiche Identitätsprüfungs-, Überwachungs- und Meldepflichten eingeführt. Diese Pflichten sind hauptsächlich im Geldwäschegesetz (GWG) geregelt, das zudem immer wieder verschärft wird. Zuletzt hat der europäische Gesetzgeber die Anforderungen an Kreditinstitute und Unternehmen mit der vierten und fünften Geldwäscherichtlinie nochmals erhöht.

Unternehmen, die sich rund um Geldwäschethemen compliant verhalten, tragen dazu bei, es der organisierten Kriminalität zu erschweren, illegale Geldflüsse zu verschleiern. Zudem verringert sich dadurch die Gefahr, selbst ins Fadenkreuz der Staatanwaltschaft zu kommen. Unternehmen, die Geldwäscherichtlinien missachten, drohen zudem sechsstellige Geldbußen.

Unternehmen sind zur Risikoanalyse verpflichtet

Mit der vierten und fünften Geldwäscherichtlinie legt die EU einen Schwerpunkt auf ein unternehmensinternes Risikomanagement. Verpflichtete sind danach gehalten, zunächst die spezifisch in ihrem Unternehmen bestehenden Geldwäscherisiken zu ermitteln (Risikoanalyse). Diese Risikoanalyse ist in prüffähiger Weise zu dokumentieren und regelmäßig zu aktualisieren. 

Auf dieser individuellen Risikoanalyse aufbauend sind dann auf zweiter Stufe entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Bei Konzernen und Unternehmensgruppen muss das Mutterunternehmen die Risikoanalyse für die gesamte Gruppe durchführen. Interne Präventionsmaßnahmen müssen dabei gruppenweit einheitlich sein.

Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Sanktionen

Die geldwäscherechtlichen Anforderungen sind nicht nur aufgrund ihrer Komplexität schwer überschaubar, sondern bergen bei Nichteinhaltung auch erhebliche haftungs- und strafrechtliche Risiken. Zunächst enthält das Geldwäschegesetz eigene Bußgeldvorschriften, die u.a. 

  • eine unterlassene oder falsch bewertete Risikoanalyse, 
  • eine unterlassene Dokumentation oder Überprüfung der Ergebnisse der Risikoanalyse,
  • unterlassene interne Sicherungsmaßnahmen,
  • eine unterlassene gruppenweite Umsetzung der internen Sicherungsmaßnahmen

mit einer Geldbuße bis zu 150.000 Euro bei Vorsatz, im Übrigen mit einer Geldbuße bis zu einhunderttausend Euro ahnden.

Daneben droht eine Unternehmensgeldbuße nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz (§ 30 OWiG). Hinzu kommen Strafverfahren gegen die verantwortlichen Mitarbeiter und eine mögliche persönliche Haftung des Geschäftsführers (§ 43 GmbHG) bzw. des Vorstands (§ 93 AktG).

Panama-Papers, FinCEN-Files und Co.

In den letzten Jahren haben diverse journalistische Recherchen aufgedeckt, dass es trotz umfassender Gesetzesverschärfungen noch immer zu Geldwäsche und Steuerhinterziehung kommt. Wir beobachten, dass die Behörden immer härter durchgreifen und immer niedrigschwelliger auf Verdachtsmeldungen reagieren. Wir rechnen damit, dass es zu weiteren Gesetzesverschärfungen kommen wird und beobachten schon jetzt, dass die verhängten Strafen höher werden.

WINHELLER macht Ihr Unternehmen geldwäsche-compliant

Wir bieten unseren Mandanten umfangreiche geldwäscherechtliche Leistungen an. Dazu gehören u.a.:

  • Vornahme und Dokumentation der internen Risikoanalyse 
  • Regelmäßige Aktualisierung der Risikoanalyse
  • Ausarbeitung und Implementierung von (ggf. gruppenweiten) internen Sicherungsmaßnahmen wie
    • Erstellen von unternehmensinternen Richtlinien (Codes of Conduct), Checklisten und eines Geldwäschehandbuchs
    • Unterrichtung und regelmäßige Schulung der Mitarbeiter (Inhouse- und E-Learning)
    • Überprüfung der Zuverlässigkeit der Mitarbeiter
    • Beschwerdemanagement
    • Hinweisgebersysteme, Whistleblowingsysteme
    • Compliance Helpdesk
  • Prüfungshandlungen, Wirksamkeitsüberprüfung, Effektivitäts- und Effizienzprüfung, Prüfungsdokumentation, Nachschauprüfungen
  • Übernahme der Position und Aufgaben des externen Geldwäschebeauftragten 
  • Strafverteidigung sowohl bei Ordnungswidrigkeiten- als auch bei Strafverfahren bei Vorwurf von Verstößen im Zusammenhang mit Geldwäscherecht (GWG sowie § 261 StGB)

Ihr Anwalt für die Geldwäsche-Compliance

Sie möchten eine Risikoanalyse durchführen oder gegen Ihr Unternehmen wird bereits wegen Geldwäsche ermittelt? Unsere Experten stehen Ihnen gern zur Verfügung. Ihre Ansprechpartner sind Rechtsanwalt Bartosz Dzionsko und Rechtsanwältin Alice Romisch (Fachanwältin für Steuerrecht). Sie erreichen uns am einfachsten über 069 76 75 77 80 oder via E-Mail (info@winheller.com). Zögern Sie nicht, mit Ihren Fragen auf uns zuzukommen.

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