DE  |  EN  |  RU
  • Frankfurt

    Frankfurt am Main

    WINHELLER
    Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
    Friedrich-Ebert-Anlage 35-37
    60327 Frankfurt am Main

    KarteAlle Standorte

    Tel.: +49 (0)69 76 75 77 80
    Fax.: +49 (0)69 76 75 77 810

    E-Mail: info@winheller.com

  • Karlsruhe

    Karlsruhe

    WINHELLER
    Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
    Ludwig-Erhard-Allee Nr. 10
    76137 Karlsruhe

    KarteAlle Standorte

    Tel.: +49 (0)69 76 75 77 80
    Fax.: +49 (0)69 76 75 77 810

    E-Mail: info@winheller.com

  • Berlin

    Berlin

    WINHELLER
    Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
    Unter den Linden 16
    10117 Berlin

    KarteAlle Standorte

    Tel.: +49 (0)69 76 75 77 80
    Fax.: +49 (0)69 76 75 77 810

    E-Mail: info@winheller.com

  • Hamburg

    Hamburg

    WINHELLER
    Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
    Neuer Wall 80
    20354 Hamburg

    KarteAlle Standorte

    Tel.: +49 (0)69 76 75 77 80
    Fax.: +49 (0)69 76 75 77 810

    E-Mail: info@winheller.com

  • München

    München

    WINHELLER
    Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
    Nymphenburger Str. 4
    80335 München

    KarteAlle Standorte

    Tel.: +49 (0)69 76 75 77 80
    Fax.: +49 (0)69 76 75 77 810

    E-Mail: info@winheller.com

winheller.com

"Kapitalanlagerecht": Die neusten Beiträge in unserem Blog

Kapitalverwaltungsgesellschaft vs. AIF-Investmentgesellschaft - BaFin regelt Kompetenzen

- Dr. Annette Wagemann

Kapitalverwaltungsgesellschaft vs. AIF-Investmentgesellschaft - BaFin regelt Kompetenzen

„Scale“ soll Börsengänge leichter ermöglichen

- Philipp Meier

„Scale“ soll Börsengänge leichter ermöglichen

Erlaubnisrechtliche Stolperfallen für Finanzanlagenvermittler

- Philipp Meier

Erlaubnisrechtliche Stolperfallen für Finanzanlagenvermittler

BaFin schreitet bei ruinösen Differenzkontrakten ein

- Lutz Auffenberg

BaFin schreitet bei ruinösen Differenzkontrakten ein

Differenzkontrakte, CFDs

Bei den Differenzkontrakten - im Englischen auch CFD (contract for difference) genannt - handelt es sich um hochspekulative Finanzprodukte, die sich für sehr gut informierte, erfahrene und risikoorientierte Anleger eignen. Sie weisen je nach Ausgestaltung unbegrenzte Verlustrisiken auf, weshalb eine Empfehlung von CFDs an Privatanleger von Experten als höchst kritisch gesehen wird.

Differenzkontrakte sind eine Erscheinungsform von Finanzderivaten, da sich ihr Wert von einem Basiswert, dem sog. Underlying ableitet. Als Basiswerte dienen häufig Indizes wie der Dax, der Dow Jones, Nikkei oder Euro STOXX. Es können jedoch auch andere Referenzwerte wie etwa Aktieneinzelwerte, Devisen oder Rohstoffe wie Öl oder Gold gewählt werden. Differenzkontrakte haben keine bestimmte Laufzeit. Der Anleger kann jederzeit selbst bestimmen, zu welchem Zeitpunkt er eine CFD-Position schließen möchte. Das Handelsergebnis des CFD liegt in der Differenz des Kurses des Underlyings zum Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt.

Differenzkontrakte sind keine Unternehmensbeteiligungen

Anders als bei der direkten Investition etwa in Aktien erhält der Anleger beim Abschluss eines Differenzkontraktes keine gesellschafterliche Beteiligung an einem Unternehmen. Beispielsweise erhält der Anleger eines Aktien-CFD daher keine Mitsprache- oder Kontrollrechte wie sie ein Aktionär erhalten würde. Er hat auch kein Recht auf Dividendenzahlungen. Bei den Differenzkontrakten handelt es sich schlicht um eine Vertragsbeziehung zwischen zwei Vertragsparteien, wobei die eine Partei auf einen steigenden (long) und die andere Partei auf einen fallenden Kurs des Basiswertes (short) setzt. Die Möglichkeit auch auf fallende Kurse des Basiswertes zu setzen gibt es bei der Direktinvestition in den Basiswert nicht.

Hebelmechanismen bedeuten Chancen aber auch enorme Risiken

Da der Anleger beim Abschluss eines Differenzkontraktes den Basiswert gerade nicht erwirbt, sondern nur auf dessen Kursentwicklung setzt, muss er das für einen Erwerb des Basiswertes erforderliche Kapital nicht einsetzen. Stattdessen hinterlegt er bei seinem Handelspartner lediglich eine Sicherheitsleistung (sog. Margin). Die Margin ist je nach zugrundeliegendem Basiswert im Verhältnis zur Direktinvestition gering (zwischen 1% und 20 % des Basiswertes), so dass das nicht hinterlegte Kapital dem Anleger für andere Geschäfte zur Verfügung steht, er jedoch an der Kursentwicklung des Basiswertes ebenso wie bei der Direktinvestition partizipieren kann. Auf der Kehrseite führt dieser Umstand allerdings auch dazu, dass der mögliche Verlust, den ein Anleger durch den Abschluss von Differenzkontrakten erleiden kann, erheblich höher als das eingesetzte Kapital ausfallen kann. Den Gewinnmöglichkeiten stehen somit nicht nur ein mögliches Totalverlustrisiko, sondern im Falle der negativen Entwicklung des Basiswertes durch Nachschusspflichten ein schier unbegrenztes Verlustrisiko gegenüber.

Hohe Anforderungen an die Anlegeraufklärung bei Empfehlung von CFDs

Wird einem Anleger der Abschluss von Differenzkontrakten empfohlen, treffen den Empfehlenden erhebliche Aufklärungspflichten. Wegen der den Differenzkontrakten eigenen Kurzfristigkeit eignen sie sich in der Regel ohnehin kaum für eine Empfehlung durch Anlageberater. Zumeist werden sie von den Handelspartnern als sog. "Over the Counter" Produkt (OTC) direkt dem Anleger angeboten. Vermögensverwalter hingegen, die im Rahmen der mit ihrem Kunden vertraglich vereinbarten Anlagerichtlinien auch Differenzkontrakte abschließen dürfen, müssen bei der Aufklärung ihrer Kunden besonders sorgfältig vorgehen, um Haftungsrisiken zu vermeiden.

BaFin erwägt Beschränkung des CFD-Handels bei Privatanlegern

Wegen der erheblichen und für Privatanleger kaum einschätzbaren Verlustrisiken bei CFDs mit unbeschränkter Nachschusspflicht veröffentlichte die BaFin im Dezember 2016 einen Entwurf für eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung des CFD-Handels, zu dem Experten und Marktteilnehmer bis zum 21.01.2017 Stellung nehmen konnten.

Auch wir nutzten diese Gelegenheit und äußerten uns rechtlich zu dem Entwurf der Aufsichtsbehörde, der nach unserer Auffassung in die richtige Richtung stößt. Die Anlageklasse ist wegen der unbeschränkten Verlustrisiken weit über die eingesetzte Margin hinaus für durchschnittliche Privatanleger nicht geeignet. Der CFD-Handel wird sich – den Erlass der Allgemeinverfügung der BaFin vorausgesetzt – deshalb nun auf institutionelle und damit semi-professionelle und professionelle Anleger konzentrieren. Doch Berater und Anbieter von Differenzkontrakten sollten auch in diesem Kundensegment auf eine saubere und vollständige Aufklärung und Dokumentation setzen, um beim Streit über erlittene Anlageverluste die eigenen Haftungsrisiken zu minimieren.

Ihre Experten für Differenzkontrakte

Differenzkontrakte CFDs

Ihre Ansprechpartner zum Thema Differenzkontrakte und CFDs sind Rechtsanwalt Lutz Auffenberg (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht) und Rechtsanwalt Philipp Meier. Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80).

Aktuelles

Referenzen

1490786011 >

WINHELLER-Fachanwälte beraten größte Bank Österreichs.

1490786011 >

Umfangreiche Beratung der viertgrößten Bank Israels im Handels-, Arbeits- und Bankrecht

Veranstaltungen

Kontakt

Kontakt

Auszeichnungen

Juve Award