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Fanfinanzierung durch Nachrangdarlehen

Refinanzierung durch Nachrangdarlehen

Das Angebot von Nachrangdarlehen ist ein gängiges Refinanzierungsinstrument neben dem klassischen Darlehen der Hausbank. Kennzeichnend für diese Darlehensvariante ist die sogenannte qualifizierte Rangrücktrittserklärung, wonach der Darlehensgeber hinter die Forderungen anderer Gläubiger im Rang zurücktritt und sich zudem für Krisenzeiten verpflichtet, keine Ansprüche aus dem Nachrangdarlehensvertrag geltend zu machen, soweit dies zu einer Überschuldung des Darlehensnehmers führen würde. Bei qualifizierten Nachrangdarlehen handelt es sich um sog. Mezzanine Kapital, also eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital, die wegen des Rangrücktritts des Darlehensgebers als wirtschaftliches Eigenkapital gelten.

Fanfinanzierung bei Fußballvereinen

Bei Nachrangdarlehen handelt es sich um eine beliebte Finanzierungsform, die gerne von mittelständischen Unternehmen als Alternative zur Bankfinanzierung gewählt wird. Auch für Fußballvereine bieten sich hier interessante Möglichkeiten: Sie müssen Jahr für Jahr ihre Saisonfinanzierung und die Aufstellung eines wettbewerbsfähigen Kaders in Angriff nehmen und hierfür immer wieder hohe Summen investieren. Neben der ansonsten üblichen Finanzierung durch die Vermarktung von TV-Rechten, Sponsoren, dritte Geldgeber und Eintrittsgelder, etablieren sich seit einiger Zeit weitere Finanzierungsformen wie etwa Fananleihen, die als Inhaberschuldverschreibungen ausgestaltet sind. Clubs wie der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und zahlreiche weitere Vereine waren mit der Platzierung solcher Anleihen bereits erfolgreich. Zudem kann auch das Angebot eines Nachrangdarlehens insbesondere ebenfalls an die eigenen Fans bei der Bewältigung der Saisonfinanzierung eine ideale Ergänzung sein.

Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: Er besteht in der besonderen Identifikation der Anhänger mit dem Verein, die auf diese Weise auch wirtschaftlich genutzt werden kann. Diese können durch ihr Investment persönlich den sportlichen Erfolg „ihrer Mannschaft“ fördern und erhalten im Gegenzug eine Rendite für ihr eingesetztes Kapital, die insbesondere in Zeiten schwindender Zinsen eine attraktive Alternative gegenüber den Erträgen eines herkömmlichen Sparkontos darstellt. Auf diesem Weg kann die Verbundenheit der Unterstützer mit dem Verein zusätzlich langfristig intensiviert werden. Für den kapitalsuchenden Fußballverein bietet die Fanfinanzierung neben der Generierung von Einnahmen außerdem den Vorteil der flexiblen Gestaltung, da eine gesellschafterliche Mitsprache vermieden wird.

Ausnahmen des Kleinanlegerschutzgesetzes nutzen

Durch das Kleinanlegerschutzgesetz vom 3. Juli 2015 sind eine Reihe von Regelungen in verschiedenen Gesetzen in Kraft getreten, die den Anlegerschutz auf Anlageformen erweitern sollen, für die bisher keine oder nur wenige gesetzliche Beschränkungen bestanden haben. Die neuen Bestimmungen betreffen gerade auch Nachrangdarlehen, die seither als Vermögensanlagen im Sinne des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) gelten. Damit besteht grundsätzlich eine Prospektpflicht für den Emittenten von Nachrangdarlehen und es gelten weitere Anforderungen, die bei der Vergabe von Nachrangdarlehen und sonstigen Vermögensanlagen an Kleinanleger zu beachten sind. 

Für bestimmte Fälle hat der Gesetzgeber aber Ausnahmen von diesen Pflichten geschaffen. Eine solche Ausnahme greift z.B. gemäß § 2c VermAnlG , wenn ein Emittent neben der Erfüllung weiterer Voraussetzungen Vermögensanlagen im Verkaufspreis von insgesamt höchstens 2,5 Millionen Euro begibt und es sich bei ihm um eine nach § 52 Abs. 2 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) als gemeinnützig anerkannte Körperschaft handelt, die der Förderung des Sports dient. Diese Voraussetzungen sind bei Fußballvereinen in den oberen Amateurligen häufig erfüllt. Ein weiterer Ausnahmetatbestand ist beispielsweise bei Angeboten erfüllt, die ein Emissionsvolumen von 100.000 Euro nicht überschreiten. Das Gesetz sieht weitere solche Ausnahmetatbestände vor. 

Prospektpflicht kann entfallen

Das Erfüllen eines Ausnahmetatbestands führt zu zahlreichen Befreiungen von den ansonsten strengen Maßgaben des VermAnlG. Zunächst entfällt die sogenannte Prospektpflicht, die den Anbieter von Vermögensanlagen zur Veröffentlichung eines Verkaufsprospekts und zur Erstellung eines Vermögensanlagen-Informationsblattes verpflichtet. Für die durch die Ausnahmeregelung betroffene Vermögensanlage gilt weiterhin keine gesetzliche Mindestlaufzeit und keine Fristenvorgabe für ordentliche Kündigungen.

Fußballvereine bzw. Betriebsgesellschaften aus dem Profibereich interessieren sich eher für Angebote von Nachrangdarlehen mit größeren Ausgabevolumina. In diesen Fällen müssen die Vorgaben des VermAnlG sorgfältig eingehalten werden und insbesondere ein den gesetzlichen Vorgaben entsprechender Verkaufsprospekt erstellt und von der BaFin genehmigt werden. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Gesetzeslage das Angebot von Nachrangdarlehen durch Fußballvereine im Wege der Fanfinanzierung in vielfältiger Weise begünstigt. Für den kapitalsuchenden Verein bietet sich die Chance auf einen flexiblen und günstigen Finanzierungsbaustein, der gleichzeitig die Fanbindung intensiviert. Vereine mit entsprechendem Kapitalbedarf sollten die vorteilhafte Rechtslage nutzen und prüfen, ob sich das Angebot von Nachrangdarlehen in ihre Saisonfinanzierung anbietet.

Ihre Ansprechpartner für Fanfinanzierungen

Fanfinanzierung durch Nachrangdarlehen

Ihre Ansprechpartner zum Thema Fanfinanzierung durch Nachrangdarlehen sind Rechtsanwalt Lutz Auffenberg (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht) und Rechtsanwalt Eike Weerda (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht). Gerne beantworten wir Ihre Fragen! Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80).

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