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Gründung Genossenschaft

Wann ist eine Genossenschaftsgründung sinnvoll?

Gründung Genossenschaft

Die Wurzeln des Genossenschaftsrechts reichen zurück bis ins Mittelalter. Am Hauptmotiv für die Gründung einer Genossenschaft hat sich bis heute jedoch nichts geändert: Einzelpersonen, gemeinnützige Träger und mittelständische Unternehmen wollen einerseits ihre Selbständigkeit bewahren, sich andererseits aber zu einer starken (sozial-)wirtschaftlichen Organisation zusammenschließen, mit der sie am Markt auftreten können wie größere Einheiten. Hierfür bietet das Genossenschaftsrecht einen optimalen Rahmen. Es stellt für Gründer zwei attraktive Rechtsformen zur Verfügung: einerseits die eingetragene Genossenschaft (eG) auf der Grundlage des deutschen Genossenschaftsgesetzes und andererseits die europäische Genossenschaft (Societas Europaea Cooperativa, SCE).

Welche Arten von Genossenschaften gibt es?

In der Praxis kommen vor allem die folgenden Arten von Genossenschaften vor:

  • Wohnungsgenossenschaften / Wohnungsbaugenossenschaften
  • Energiegenossenschaften
  • Konsumgenossenschaften
  • Produktions- und Arbeitsgenossenschaften (z.B. Genossenschaften im Handwerk)
  • Einkaufs- und Absatzgenossenschaften (z.B. auch landwirtschaftliche Genossenschaften)
  • Dienstleistungsgenossenschaften (z.B. IT-Dienstleistungsgenossenschaften, Ärztegenossenschaften etc.) ·
  • Kreditgenossenschaften (z.B. die Volks- und Raiffeisenbanken)

Die meisten der oben genannten Genossenschaften sind nicht gemeinnütziger Natur. Da Genossenschaften aber auch soziale Zwecke verfolgen können, gibt es daneben auch zahlreiche gemeinnützige (Sozial-)Genossenschaften (z.B. Kindergärten, Schulen, sonstige soziale Dienste). 

Was sind die Unterschiede zu einer Kapitalgesellschaft?

Mit der Gründung einer Genossenschaft beabsichtigen die Mitglieder, ihre eigenen wirtschaftlichen oder sozialen Interessen zu fördern. Ziel der Gründung einer Genossenschaft ist also nicht in erster Linie das Erwirtschaften einer Kapitalrendite. Das Genossenschaftsrecht wird damit maßgeblich durch das Prinzip der Selbsthilfe geprägt. Dies ist einer der wichtigsten Unterschiede zur Kapitalgesellschaft (wie der GmbH oder der AG).

Eine weitere Besonderheit, die das Genossenschaftsrecht vorsieht, ist der Grundsatz "ein Kopf, eine Stimme": Die (natürliche oder juristische) Person als Mitglied steht also im Mittelpunkt der Genossenschaft, nicht – wie bei der GmbH und der AG – die Höhe der kapitalmäßigen Beteiligung. Die Gründung einer Genossenschaft vermittelt dem einzelnen Mitglied damit zum einen interessante Geschäftschancen oder den Zugang zu für das Mitglied wichtigen Dienstleistungen. Gleichzeitig gewährt das Genossenschaftsrecht dem Mitglied ein gewichtiges Mitspracherecht innerhalb der Organisation. Damit liegt auf der Hand, dass sich die Gründung einer Genossenschaft auch immer dort anbietet, wo sich starke Persönlichkeiten zusammenschließen wollen, deren Einbindung für die gemeinsame Aufgabe wichtig ist – obwohl sich alle Beteiligten ein großes Maß an Selbständigkeit bewahren wollen.

Kurzum: Eine Genossenschaft ist eine Art Zwitter. Sie ähnelt einerseits einem Verein, der demokratisch durch seine Mitglieder beherrscht wird, die üblicherweise alle das gleiche Stimmrecht haben. Durch das Unterhalten eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs, das einer Genossenschaft immanent, einem Idealverein wiederum fremd ist, ähnelt eine Genossenschaft andererseits dem typischen Auftreten einer Kapitalgesellschaft. Genossenschaften bezeichnet man daher gelegentlich auch passend als „wirtschaftliche Vereine“.

Verlangt die Gründung einer Genossenschaft die Erstellung eines Businessplans?

Während die Ausarbeitung eines aussagekräftigen Businessplans bei jedem Gründungsvorhaben ratsam ist, damit sich die Verantwortlichen im Tagesgeschäft an den formulierten Plänen orientieren können und das Erreichen der ausgearbeiteten (sozial-)unternehmerischen Ziele in regelmäßigen Abständen kontrollieren können, ist die Gründung einer Genossenschaft ohne entsprechende Planung von vornherein zum Scheitern verurteilt. Denn anders als z.B. bei der Gründung einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG) wird das Gründungsvorhaben bei einer Genossenschaft von einem Genossenschaftsverband auf Herz und Nieren geprüft. Erst nach positiver Stellungnahme durch den Genossenschaftsverband in Form eines sog. Gründungsgutachtens kann die Eintragung der Genossenschaft in das Genossenschaftsregister überhaupt in Angriff genommen werden.  

Unser Rechtsanwalt für Genossenschaftsrecht unterstützt Sie gerne bei der Ausarbeitung eines tragfähigen Gründungskonzepts, das ein positives Gutachten des zuständigen Prüfungsverbandes nach sich ziehen wird. In der Regel stimmen wir uns mit dem Prüfungsverband bereits frühzeitig ab, so dass die spätere Gründungsprüfung nur noch formaler Natur ist und Sie keine bösen Überraschungen durch ein negatives Gründungsgutachten erleben. 

Gründung einer Genossenschaft durch Neugründung oder Umwandlung

Der klassische Weg in die Genossenschaft ist die Neugründung. Dafür sind in der Regel folgende Schritte durchzuführen:

  • Gestaltung der Satzung im Entwurf
  • Sehr wichtig bei gemeinnützigen Genossenschaften: Frühzeitige Detail-Abstimmung des Satzungsentwurfs mit dem zuständigen Finanzamt
  • Mitgliedschaft im Prüfungsverband und Gründungsprüfung durch den Prüfungsverband (Gründungsgutachten)
  • Anmeldung der Genossenschaft und Eintragung in das Genossenschaftsregister

Vielfach erfolgt die Gründung von Genossenschaften allerdings nicht als Neugründung, sondern im Rahmen gesellschaftsrechtlicher Umstrukturierungen. So werden beispielsweise nicht selten Vereine in Genossenschaften umgewandelt (sog. „Formwechsel"). Wir wissen, was bei einer solchen Umwandlung in eine Genossenschaft zu beachten ist. Sprechen Sie uns gerne an.

Was muss noch beachtet werden?

Unabdingbar ist die Mitgliedschaft der zu gründenden Genossenschaft in einem Prüfungsverband / Genossenschaftsverband. Das Genossenschaftsrecht verlangt, dass sich Genossenschaften einem genossenschaftlichen Prüfungsverband anschließen. Bereits im Rahmen der Gründung Ihrer Genossenschaft stellen wir daher gerne den Kontakt zu einem Genossenschaftsverband her, bei dem Ihre Genossenschaft Mitglied werden kann.

In Frage kommt z.B. eine Mitgliedschaft im Prüfungsverband der kleinen und mittelständischen Genossenschaften e.V. (PkmG) mit Sitz in Berlin, dem bundesweit eine Vielzahl von Genossenschaften angehören und der unseres Erachtens mit einem attraktiven Gebührenmodell aufwartet. Der Prüfungsverband nimmt übrigens auch Genossenschaften als Mitglieder auf, die nicht im Raum Berlin ihren Sitz haben. 

Ihr Ansprechpartner für die Genossenschaftsgründung

Genossenschaftsgründung

Ihre Ansprechpartner für sämtliche Fragen rund um die Gründung einer eingetragenen Genossenschaft sind Rechtsanwalt Thomas Schwab (Gesellschaftsrecht, Genossenschaftsrecht) und Rechtsanwalt Johannes Fein (Gemeinnützigkeitsrecht, Steuerrecht, Recht der Baugenossenschaften). Melden Sie sich gerne mit Ihren Fragen! Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80). 

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