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Aktienhandel - Anwalt für Aktienrecht

Anwalt für Aktienrecht

Das wohl bekannteste und beliebteste Wertpapier deutscher Anleger ist die Aktie. Bei ihr handelt es sich um eine gesellschaftliche Beteiligung an der sie ausgebenden Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Aktien haben verschiedene Erscheinungsformen, wobei im Grundsatz mit Inhaberaktien und Namensaktien zwei wesentliche Ausgestaltungsformen von Aktien unterschieden werden müssen. Während Inhaberaktien jeweils auf den Inhaber des Wertpapiers lauten, sie also demjenigen gehören, der die Aktie tatsächlich hält, lauten Namensaktien auf den Namen einer konkreten natürlichen oder juristischen Person, der im Aktienbuch der ausgebenden Gesellschaft eingetragen ist. Weiter lassen sich Stammaktien und Vorzugsaktien unterscheiden. Letztere können ohne Stimmrecht ausgegeben werden, so dass Vorzugsaktionäre bei der Hauptversammlung über die Belange der Gesellschaft nicht mitbestimmen können. Als Ausgleich für den Ausschluss des Stimmrechts werden Vorzugsaktionäre jedoch bei der Dividendenausschüttung bevorzugt. Stammaktionäre hingegen haben die vollen aktienrechtlichen Stimmrechte, werden aber bei der Dividendenausschüttung nur nachrangig bedacht.

Prospektpflicht für Emittenten ersetzt eine kritische Prüfung nicht

Werden Sie dem Anlegerpublikum öffentlich angeboten, hat der Emittent im Regelfall einen von der BaFin zu billigenden Prospekt zu erstellen und zu veröffentlichen, der potentielle Anleger umfassend über alle für ihre Anlageentscheidung relevanten Umstände aufklärt. Welche Angaben konkret in einen solchen Prospekt aufgenommen werden müssen, regelt im Einzelnen das Wertpapierprospektgesetz (WpPG). Die BaFin prüft jedoch nur, ob zu den vorgeschriebenen Punkten Angaben im Prospekt enthalten, nicht ob die Ausführungen inhaltlich zutreffend sind. Insofern können sich weder Anleger noch Berater darauf verlassen, dass die Angaben im Wertpapierprospekt plausibel sind. Eine kritische Auseinandersetzung ist vor der Empfehlung oder Anlageentscheidung daher geboten.

Einbeziehung von Aktien in den börslichen Handel

Aktien können börslich als auch außerbörslich gehandelt werden. Um in den Handel an einer deutschen Wertpapierbörse einbezogen zu werden, müssen die Aktien frei handelbar sein. Zudem darf der Gesamtwert der zuzulassenden Aktien den Wert von 1.250.000 Euro nicht unterschreiten. Das die Aktien ausgebende Unternehmen muss des Weiteren seit mindestens drei Jahren bestehen und für die letzten drei Geschäftsjahre Jahresabschlüsse offengelegt haben. Einzelne deutsche Wertpapierbörsen gehen in Ihren Anforderungen an die Aktienzulassung über diese gesetzlichen Mindeststandards hinaus. Für verschiedene Handelssegmente an den Börsen (Regulierter Markt, Freiverkehr) setzen die Betreiber in ihren jeweiligen Börsenordnungen ebenfalls unterschiedliche Mindeststandards an.

Informations- und Veröffentlichungspflichten für Emittenten

Emittenten von Aktien haben eine Vielzahl von gesetzlichen Pflichten zu beachten. So müssen etwa Insiderinformationen, das heißt solche Informationen, die noch nicht öffentlich bekannt und zugleich geeignet sind, den Marktpreis der Aktien erheblich zu beeinflussen, unverzüglich veröffentlicht werden (sog. Ad-hoc-Pflichten). Bei Nichtveröffentlichung drohen Schadensersatzansprüche von hierdurch geschädigten Anlegern. Bei der Formulierung der Mitteilung ist ebenfalls besondere Sorgfalt gefragt, da auch im Falle der Veröffentlichung falscher Informationen Haftungsrisiken drohen. Der Emittent bewegt sich insoweit bei der Information der Öffentlichkeit auf einem schmalen Grat.

Ihr Anwalt für Aktienrecht

Aktienhandel Anwalt

Ihre Ansprechpartner zum Thema Aktienrecht und Aktienhandel sind Rechtsanwalt Lutz Auffenberg und Rechtsanwalt Philipp Meier. Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80).

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