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Social Business & Social Entrepreneurship

Was ist ein Social Business?

Social Business & Social Entrepreneurship

Social Business, zu Deutsch Sozialunternehmen, Sozialbetrieb oder soziales Unternehmen genannt, bezeichnet ein auf dem Gebiet des Allgemeinwohls tätiges Unternehmen. In Abgrenzung zu reinen „Corporate Social Responsibility“ (CSR-)-Aktivitäten von Wirtschaftsunternehmen ist Social Business dem Dritten Sektor (auch „Sozialwirtschaft“) zuzuordnen. Es kann durch Ausgliederung von CSR-Maßnahmen entstehen oder sich aus wirtschaftlichen Betätigungen von Nonprofit-Organisationen entwickeln.

Was ist Social Entrepreneurship?

Die Neugründung eines Social Business auf Initiative einer einzelnen Person oder mehrerer Personen, die ein gesellschaftliches Problem durch wirtschaftliche Mittel zu lösen versuchen, wird als Social Enterprise bezeichnet. Die Initiatoren werden, entsprechend dem allgemeinen Begriff des „Entrepreneur“ für Neuunternehmer, als Social Entrepreneurs bezeichnet. Sie weisen oft besondere Charaktereigenschaften auf, z.B.:

  • Hohe Motivation
  • Gewisser Ehrgeiz
  • Durchhaltevermögen
  • Streben nach Erfülltheit im Beruf
  • Offenes Denken außerhalb konservativer Strukturen
  • Gesunde Risikofreude

Das Phänomen der Neugründung von Unternehmen, die sich der Förderung des Allgemeinwohls anstelle der eigenen Gewinnmaximierung verschreiben, wird Social Entrepreneurship genannt.

Welche Rechtsform ist für Social Entrepreneurship und Social Business geeignet?

Grundsätzlich kann Social Business in jeder Rechtsform betrieben werden. Üblicherweise werden erwirtschaftete Gewinne direkt reinvestiert und nicht an die Initiatoren oder weitere Beteiligte ausgeschüttet. Eine angemessene Vergütung für geleistete Dienste ist aber natürlich möglich.

Durch die fehlende Gewinnausschüttung könnte ein Social Enterprise grundsätzlich auch in der Rechtsform des Vereins betrieben werden. Aufgrund des eigentlichen Verbots wirtschaftlicher Haupttätigkeit eines eingetragenen Vereins kommt dies allerdings vorerst nur in Betracht, wenn es sich bei dem Sozialunternehmen um einen gemeinnützigkeitsrechtlichen Zweckbetrieb handelt.

Soll die Gemeinnützigkeit angestrebt werden, ist die Wahl einer körperschaftlich organisierten Rechtsform (Verein, GmbH, Genossenschaft) oder der Stiftung unabdingbar.    

Ist Social Entrepreneurship gemeinnützig?

Entsprechend der Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit müsste die wirtschaftliche Tätigkeit als Zweckbetrieb einzuordnen sein. Das wird allerdings nur in Ausnahmefällen gelingen, da Zweckbetriebe nicht in Wettbewerb zu nichtsteuerbegünstigten Unternehmen treten dürfen. Ausnahmen gelten nur für gesetzlich bestimmte Fälle wie etwa

  • Behindertenwerkstätten,
  • Altenheime,
  • Kindergärten,
  • Museen,
  • Theater und
  • Volkshochschulen

Da mittlerweile fast jede Betätigung durch kommerzielle Anbieter verwertet wird, wird die Anerkennung der Gemeinnützigkeit oft scheitern. Dadurch entgehen zwar Möglichkeiten wie die Spendensammlung, doch wird auch das an einigen Stellen enge Korsett des Gemeinnützigkeitsrechts vermieden. So ist etwa im Gemeinnützigkeitsrecht die Möglichkeit der Rücklagenbildung eingeschränkt, was einer nachhaltigen Wirtschaftsbetätigung hinderlich sein kann.

Ihr Anwalt für Social Business & Social Entrepreneurship

Social Business & Social Entrepreneurship: Fachanwälte beraten

Sie möchten ein Social Business gründen oder haben allgemein Fragen zum Social Entrepreneurship? Ihre Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Gemeinnützigkeitsrecht sind Rechtsanwältin Anka Hakert (Fachanwältin für Steuerrecht) sowie Rechtsanwalt Johannes Fein (Fachanwalt für Steuerrecht). Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80).

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