Steuerrecht für Finanzdienstleister und FinTechs

Unsere Beratungsleistungen für BaFin-regulierte Finanzdienstleistungsinstitute (FDI) nach § 1 Abs. 1a KWG

Sie sind ein reguliertes kleineres oder mittelständisches Finanzdienstleistungsinstitut (Einzelunternehmen, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft) und besitzen z.B. eine der folgenden Erlaubnisse:

  • Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG)
  • Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG)
  • Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Nr. 2 KWG)
  • Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Nr. 3 KWG)
  • Kryptoverwahrgeschäft (§ 1 Abs. 1a Nr. 6 KWG)

Wir bieten Ihnen Entlastung im laufenden Rechnungswesen, Unterstützung beim aufsichtsrechtlichen Meldewesen, die Übernahme der steuerlichen Deklarationstätigkeiten und Beratung im Steuerrecht.

Laufende Buchführung

  • Monatliche oder wochenweise Verbuchung der Ein- und Ausgangsrechnungen mit Offener-Posten-Buchhaltung (OPOS), Barkasse, Kreditkartenabrechnungen, Reisekostenabrechnungen der Mitarbeiter, Bankkonten
    • Zeitnahe Klärung laufender Rückfragen zur Buchhaltung (fehlende Belege, unklare/fehlerhafte Angaben auf Rechnungen) mit Ihren Ansprechpartnern
    • Nutzung von DATEV Unternehmen online (digitaler Belegaustausch sicher via DATEV-Rechenzentrum in Deutschland) mit den Vorteilen: 
      • Automatische Verknüpfung der Belegbilder mit den daraus generierten Buchungssätzen (Zeitersparnis bei späteren Rückfragen bei etwaigen Betriebsprüfungen oder im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung) 
      • Papierloser Austausch zwischen Ihrem Unternehmen und WINHELLER – Sie können auch browserbasiert auf die Auswertungen und Buchungen samt verknüpftem Beleg nach Monatsende zugreifen
    • Nutzung automatischer Bankdatenabrufe, um tagesaktuelle Bankumsätze beleglos verbuchen zu können und etwaige Tippfehler zu vermeiden
    • Sofern sinnvoll und gewünscht: Einrichtung und Pflege einer zusätzlichen Kostenstellenrechnung (in unterschiedlichen Detailgraden)
    • Mögliche Erweiterung der üblichen Buchungskonten von vier auf sechs oder mehr Stellen, um üblicherweise zusammengefasste Konten weiter aufzuschlüsseln: 
      • Z.B. im Bereich der Erlöse oder 
      • Im Bereich der Kosten, z.B. Trennung der Rechtsberatungskosten in Kosten Compliance, Kosten Datenschutz, Kosten steuerliche Beratung, Kosten ausgelagerte interne Revision usw.)
    • Erstellung von laufenden Umsatzsteuervoranmeldungen und zusammenfassenden Meldungen (für EU-Dienstleistungen)
  • Monatliche Auswertungen
    • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) in individueller Zusammenstellung, z.B.:
      • Kurzfristige Erfolgsrechnung samt Kontennachweis
      • Summen- und Saldenliste
      • Jahres- oder Entwicklungsübersicht mit Vergleich der Monate im Zeitablauf
      • Vergleich mit Durchschnitts-, Plan- oder Vorjahreszahlen
      • Branchenvergleiche
      • Controllingreport
      • Individuell angepasste Auswertungen
    • Qualitäts-BWA zur Ermittlung möglichst genauer Monatswerte (insb. auch für aussagekräftige Bundesbankmeldungen), inklusive:
      • Vorläufige Verbuchung der zum Monatsende ungeklärten Buchhaltungspositionen als sonstiger Aufwand/Ertrag
      • Bildung von Rückstellungen für regelmäßig anfallende Kosten, die nicht monatlich abgerechnet werden (z.B. Wirtschaftsprüferkosten, Beiträge zur Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) o.Ä.)
      • Schätzung von monatlichen Forderungen/Verbindlichkeiten, wenn diese zum (zeitnahen) Auswertungsstichtag noch nicht vorliegen
      • Bildung auch unterjähriger Rechnungsabgrenzungsposten zur gleichmäßigen verursachungsgerechten Aufwands- und Ertragszuordnung
      • Monatliche Verbuchung der Abschreibungen
    • Zusätzlich monatliche Zwischenbilanzen nach der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung (RechKredV) auf Grundlage der Qualitäts-BWA

Aufsichtsrechtliches Meldewesen

Finanzinformationen gem. § 25 Abs. 1 Kreditwesengesetz (KWG) i.V.m. der Finanzrisikoverordnung (FinaRisikoV)

  • Vorbereitung der Quartalsmeldungen zur Einreichung via EXTRANET der Deutschen Bundesbank, gerne auch direkte Abgabe der Meldungen nach Freigabe durch Sie; Grundlage dafür sind die aus der Qualitäts-BWA erstellten Zwischenabschlüsse
    • Meldung zur Gewinn- und Verlustrechnung (GVFDI)
    • Meldung zum Vermögensstatus (STFDI)
    • Meldung zur Ermittlung der Eigenmittel, Gemeinkosten und Kapitalquoten nach CRR (Capital Requirements Regulation)
  • Abstimmung und Hinweise zu weiteren Meldungen, z.B. zur Anzeige eines Verlustes i.H.v. 25% der anrechenbaren Eigenmittel (§ 24 Abs. 1 Nr. 4 KWG), ggf. auch laufende Überwachung in diesem Zusammenhang
  • Überwachung der fortwährenden Einhaltung der Mindestkapitalanforderungen nach § 33 Abs. 1 Nr. 1 KWG (beispielsweise 50.000 Euro für z.B. Anlageberater, Anlagevermittler und Finanzportfolioverwalter, 125.000 Euro für Nicht-Eigenhändler oder 730.000 Euro für Eigenhändler)

Jahresabschluss

  • Erstellung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang
    • Aufstellung des Abschlusses innerhalb von drei Monaten nach Ende des Geschäftsjahres (i.d.R. bis zum 31.03. des Folgejahres) und unverzügliche Übermittlung an die Deutsche Bundesbank und an die BaFin
    • Übermittlung des durch die Gesellschafter festgestellten Abschlusses inkl. Lagebericht (nach der Abschlussprüfung) an die Behörden
    • Fristgerecht Offenlegung des Abschlusses im elektronischen Bundesanzeiger
    • Berücksichtigung der Vorschriften der RechKredV i.V.m. §§ 340 bis 340d HGB, die die besonderen Vorgaben für Finanzdienstleistungsinstitute im Vergleich zu einem gewöhnlichen HGB-Abschluss regeln – insbesondere gilt jedes FDI als „groß“ i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB
  • Begleitung der Jahresabschluss- und WpHG-Prüfung durch Ihren Wirtschaftsprüfer 
    • Ansprechpartner für buchhalterische bzw. bilanzielle Fragen 
    • Zurverfügungstellung von (Berechnungs-)Listen und Nachweisen
    • Zugang zu den elektronischen Belegen (Buchungen inkl. Belegverknüpfung)
    • Auf Wunsch Empfehlung eines geeigneten Wirtschaftsprüfers

Steuererklärungen

  • Erstellung der Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärungen auf Grundlage des Jahresabschlusses 
  • (Elektronische) fristgerechte Einreichung der Steuererklärungen beim Finanzamt
  • Bei Bedarf Erstellung einer gesonderten Steuerbilanz oder Überleitungsrechnung von Handelsrecht auf Steuerrecht (nur in Ausnahmefällen genügt eine Bilanz/Einheitsbilanz)
  • Elektronische Meldung der E-Bilanz nach speziellen Taxonomievorschriften (Anlehnung an die RechKredV) auf Grundlage der Steuerbilanz ans Finanzamt
  • Prüfung der entsprechenden Steuerbescheide und ggf. notwendiges Einspruchsverfahren bei fehlerhaften Bescheiden
  • Erstellung evtl. weiterer anfallender Steuererklärungen, z.B. der Kapitalertragsteueranmeldung bei Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter

Lohnbuchhaltung

  • Laufende Lohnabrechnungen
    • Pflege der Mitarbeiterdaten
    • Monatliche Gehaltsabrechnungen
    • Lohnsteueranmeldungen und -bescheinigungen
    • Beitragsnachweise und Sozialversicherungsmeldungen an Krankenkassen
    • Kommunikation mit Ihnen, dem Finanzamt und den Krankenkassen
  • An- und Abmelden neuer Mitarbeiter
  • U1-/U2-Anträge bei Krankheit bzw. Schwangerschaft der Mitarbeiter
  • Meldungen zur Berufsgenossenschaft
  • Verdienstbescheinigungen
  • Bescheinigungen für Behörden
  • Sonstige Bescheinigungen auf Wunsch der Mitarbeiter
  • Erstellen und Zurverfügungstellen unterschiedlichster Auswertungen, z.B.
    • Lohnjournal
    • Datenübermittlungsprotokolle der verschiedenen an die Behörden übermittelten Werte/Anträge/Meldungen
    • Kostenstellen-/-trägerwerte
    • Personalkostenübersicht
    • Personalreport
    • Zahlungsdateien direkt zur Einspielung in Ihr Bankprogramm
  • Direkte und unkomplizierte Zusammenarbeit mit Arbeitsrechtsanwälten, entweder extern oder gerne auch direkt aus unserer Kanzlei (Vorteil der kurzen Wege)

Steuerliche Beratung

Selbstverständlich bieten wir zusätzlich auch steuerliche Beratung an, wie z.B.

  • Im Bereich der Umsatzsteuer (umsatzsteuerfreie Finanzdienstleistungen vs. umsatzsteuerpflichtige Finanzdienstleistungen, was insb. bei Teilauslagerungen im Bereich Portfoliomanagement bzw. Fondsmanagement und bei mehrstufigen Vertriebsgesellschaften äußerst relevant ist)
  • Bei den Besonderheiten des internationalen Steuerrechts, auch in Hinblick auf ausländische Betriebsstätten
  • Beratungen hinsichtlich Expansion oder Nachfolge, auch beim Erwerb oder Verkauf von Kundenbeständen

Anwaltliche Beratung für Finanzdienstleister

Auch über das Steuerrecht hinaus können wir Sie gerne anwaltlich unterstützen:

Ihr Steuerberater für FinTechs und Finanzdienstleister

Ihr Ansprechpartner für Fragen zur Steuerberatung und zum Steuerrecht für Finanzdienstleister ist Steuerberater Christoph Henneke. Melden Sie sich bitte einfach bei uns, wenn wir Ihnen ein attraktives Angebot unterbreiten dürfen. Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80).

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Zum fünften Mal in Folge erhält WINHELLER die Auszeichnung für das Rechtsgebiet Steuerrecht.

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