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Einsatz von Hilfspersonen

Nonprofit-Organisationen (NPOs) sind nicht darauf beschränkt, ihre satzungsmäßigen Zwecke selbst zu erfüllen und selbst operativ tätig zu werden. Das Gemeinnützigkeitsrecht lässt es zu, dass NPOs ihre Tätigkeiten delegieren und sogenannte Hilfspersonen (also z.B. Subunternehmer) einsetzen, um ihre Zwecke in ihrem Namen durch diese verwirklichen zu lassen.

Hilfsperson kann eine

  • natürliche Person,
  • Personenvereinigung oder
  • juristische Person sein.

Steuerbegünstigte Zwecke muss die Hilfsperson ausdrücklich nicht selbst verfolgen.

Hilfspersonenvertrag regelt Tätigkeiten

Hilfspersonen im Verein

Das Handeln der Hilfsperson wird der Körperschaft zugerechnet und ist dann als Handeln der Körperschaft selbst anzusehen. Dazu werden in einem sog. Hilfspersonenvertrag entsprechende Befugnisse der Körperschaft gegenüber der Hilfsperson vereinbart. Ohne diese Regelungen erkennt das Finanzamt die Tätigkeit des Dritten als Hilfsperson der NPO möglichweise nicht an und es droht eine Mittelfehlverwendung.

Bei dem Entwurf des Hilfspersonenvertrags ist daher besondere Sorgfalt geboten. Gern sind Ihnen unsere Experten für Gemeinnützigkeitsrecht bei der rechtssicheren Ausgestaltung behilflich.

Steuerbegünstigung bei Tätigkeit als Hilfsperson?

Für die steuerliche Einordnung des als Hilfsperson tätigen Dritten selbst gilt: Der Dritte verwirklicht durch die Hilfspersonentätigkeit in der Regel nicht selbst steuerbegünstigte Zwecke, sondern die steuerbegünstigten Zwecke der beauftragenden Körperschaft.

Durch ihre Tätigkeit als Hilfsperson allein kann sie deshalb auch nicht ohne Weiteres Steuerbegünstigung erlangen. Um selbst steuerbegünstigt zu sein, muss die Hilfsperson eigene steuerbegünstigte Zwecke (für sich selbst) verwirklichen. Nur in ganz engen Grenzen können durch die Tätigkeit als Hilfsperson auch selbst und unmittelbar eigene steuerbegünstigte Zwecke verwirklicht werden.

Im Normalfall stellt die Tätigkeit als Hilfsperson aber eine Dienstleistung des Dritten für die NPO dar, die nicht steuerlich begünstigt ist. Beim Einsatz von Hilfspersonen sind daher die steuerlichen Konsequenzen genau im Blick zu behalten. 

Alternativen zu Hilfspersonen möglich

Bei Kooperationen mit anderen NPOs ist ein Hilfspersonenvertrag mit den Kooperationspartnern nicht unbedingt das Mittel der Wahl, sondern es sollten alternative Kooperationsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden. Der Einsatz von Hilfspersonen und die damit verbundenen steuerlichen Konsequenzen sind vor allem in den Fällen sinnvoll, in denen die NPO nicht alle Leistungen, die zur Erfüllung ihrer Zwecke erforderlich sind, selbst abdecken kann, eine Kooperation mit einer anderen NPO (die diese Lücke schließt) aber nicht in Betracht kommt.

Welche Form der Zusammenarbeit mit dritten (gemeinnützigen) Organisationen oder Personen zweckmäßig ist, ist abhängig von den Umständen des Einzelfalls. Oft wird problemlos die eine oder andere Form deutlich besser passen. Unsere erfahrenen Rechtsanwälte unterstützen Sie gerne bei der Entscheidung und der Umsetzung der geplanten Kooperation.

Ihr Anwalt für den Einsatz von Hilfspersonen

Beratung zum Einsatz von Hilfspersonen

Sie möchten als Hilfsperson tätig werden oder einen Hilfspersonenvertrag aufsetzen? Unsere Experten für Gemeinnützigkeitsrecht unterstützen Sie! Ihre Ansprechpartner sind Rechtsanwältin Susanne Articus und Rechtsanwalt Johannes Fein (Fachanwalt für Steuerrecht). Sie erreichen uns am einfachsten per E-Mail (info@winheller.com) oder gerne auch telefonisch (069 / 76 75 77 80). Kommen Sie gern mit Ihren Fragen auf uns zu.

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